Die Zusammenfassung in Kürze
- Datum: Donnerstag, 9. Juli 2026
- ️ Stadion: Gillette Stadium, Foxborough (Boston)
- ⚽ Ergebnis: Frankreich 2-0 Marokko
- Torschützen: Mbappé (60.), Dembélé (66.)
- ⭐ Spieler des Spiels: Manu Koné
- Das nächste Spiel: Halbfinale am 14. Juli in Dallas
Ein marokkanisches Bollwerk, dann die Wende
Marokko war mit einem klaren Plan nach Boston gekommen: den Laden dichtmachen. Tief stehender Block, enge Linien, ein 4-2-3-1 hinter seinem Wasserträger. Eine Halbzeit lang hielt der Plan.
Frankreich glaubte, das Bollwerk schon in der 28. Minute zu knacken: Elfmeter erzwungen, Elfmeter von Mbappé verschossen. Bounou pariert, Zweifel kommen auf. Die Bleus drücken, stoßen aber auf eine disziplinierte Mauer und einen in Topform spielenden marokkanischen Torwart – insgesamt sechs Paraden von ihm.
Und dann veränderte die Spielzeit alles. In der 60. Minute erhält Mbappé den Ball auf der linken Seite, dreht sich um und schlenzt einen Schuss ins kurze Eck. Ein Juwel. Sechs Minuten später trifft Dembélé mit einem präzisen Schuss, der Bounou unerreichbar ist. Innerhalb von fünfzehn Minuten kippte das Spiel.
Die französische Dominanz lässt keinen Zweifel zu: 22 Schüsse zu 5 und ein xG von 3,04 zu 0,14 – dieser Indikator, der die tatsächliche Gefahr von Chancen misst, sagt alles über ein einseitiges Spiel. Marokko hat die Bleus kaum je in Bedrängnis gebracht.
Die Zusammenfassung von Frankreich 2-0 Marokko, präsentiert von Brut.
Manu Koné, der überraschende Chef im Mittelfeld
Er ist der Mann des Spiels. Für die Verletzung von Tchouaméni eingewechselt, lieferte Manu Koné ein Meisterstück ab: körperlich dominant, in jedem Zweikampf präsent, mit einer 7,5 bewertet, die beste Note der Bleus. Ein Chef, der sich mit Kraft im Zentrum des Spiels durchsetzte.
An seiner Seite brachte Adrien Rabiot (6,5) Intelligenz und Spielverständnis. Wo Koné die Linien durchbricht, beruhigt Rabiot, ordnet und sichert ab. Das Doppel-Sechser-Duo der Bleus zeigte sich unerschütterlich gegen die marokkanischen Konterversuche. Ein perfektes Gleichgewicht zwischen Muskel und Verstand.
Der Blick des Radars
Bei Project X Paris lebt man solche Abende im Rhythmus der Straße: die Terrassen, die beim Tor von Mbappé explodieren, die Trikots, die wieder herausgeholt werden, der Ring, der hupt. Eine Generation von Crack-Spielern, die den französischen Fußball an die Spitze bringt, das ist unsere Kultur in Reinform. Und das verfolgen wir genau.
Mbappé und Dembélé: Die Cracks melden sich
Kylian Mbappé (7) hätte nach seinem verschossenen Elfmeter einen schlechten Abend haben können. Er tat das Gegenteil. Ein perfekter Schlenzer, die Ruhe der ganz Großen, und schon ist er zum achten Mal in dieser WM entscheidend. Der Kapitän zittert nicht, wenn es zählt.
Ousmane Dembélé (6) kochte zunächst, suchte seinen Zweikampf, war genervt von seiner fehlenden Wirkung. Dann tauchte er zum richtigen Zeitpunkt auf: ein chirurgischer Schuss, um das Spiel zu entscheiden. Das Zeichen von Spielern, die auch an schweren Abenden Gewicht haben.
Um sie herum hatte Didier Deschamps ein Risiko gewagt: Désiré Doué auf der linken Außenbahn anstelle von Barcola, mit Michael Olise auf der rechten Seite. Geschwindigkeit, Dribbling, Jugend: die französische Banktiefe macht Eindruck.
Hinten eine blaue Mauer – und Kurs auf Dallas
Das zu Null ist kein Zufall. Vor Mike Maignan, der nur einmal im Spiel gefordert wurde, sicherte die Innenverteidigung Saliba-Upamecano die Mitte ab. Besonders Upamecano dominierte seine Zweikämpfe mit seiner physischen Präsenz. Außen hielten Koundé und Digne die Stellung, ohne sich zu öffnen.
Ergebnis: Frankreich zieht ins Halbfinale ein, am Dienstag, 14. Juli, im AT&T Stadium in Arlington, nahe Dallas. Gegner ist der Sieger aus Spanien-Belgien. Das wäre das dritte Halbfinale in Folge der Bleus auf der Weltbühne. Eine Konstanz von Champions. Der Pokal ist nur noch zwei Schritte entfernt.
Totale Kontrolle
Ein Bollwerk durchbrochen, ein überraschender Spieler des Spiels, ein Kapitän, der liefert: Die Bleus haben Boston ohne zu zittern abgehakt. Nächste Station, Dallas. Der Traum geht weiter, und wir geben nicht auf.
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