Resident Evil: Der Horror-Reboot von Zach Cregger (2026)
Inhalt
Vergesst die Helden, vergesst das Spektakel, vergesst alles, was das Kino bisher mit Resident Evil gemacht hat. Sony macht einen Neuanfang und übergibt die Saga dem aktuellen Meister des Horrors. Ein Kurier, eine Nacht, eine von einem Virus verschlungene Stadt: Am 16. September öffnet Raccoon City wieder seine Tore. Und dieses Mal kommt niemand, um euch zu retten.

Der Kinoreboot von Resident Evil startet am 16. September 2026 in den Kinos und in IMAX.
Der Film in Kürze
- Regisseur: Zach Cregger, der Mann hinter dem erschreckenden Barbarian
- Hauptdarsteller: Austin Abrams (Euphoria), in der Rolle des Bryan
- Budget: 80 Millionen Dollar
- Genre: reiner Survival Horror, Rückkehr zu den Wurzeln von Capcom
- Veröffentlichung in Frankreich: 16. September 2026, im Kino und in IMAX
Zach Cregger, der Meister des Horrors am Steuer
Die vierte Realfilm-Neuerfindung. Und dieses Mal trifft Sony ins Schwarze. Das Studio hat seine Franchise Zach Cregger anvertraut, bekannt durch den exzellenten und beklemmenden Barbarian. Der Regisseur gewann die Ausschreibung gegen mehrere Studios, um seine Vision durchzusetzen. Eine radikale Vision: echter Horror, kompromisslos.
An seiner Seite am Drehbuch: Shay Hatten, bekannt für Army of the Dead und die John Wick Saga. Hinter der Kamera ein erstklassiger Bildkünstler: Dariusz Wolski, Kameramann von Pirates of the Caribbean und Prometheus. Die Dreharbeiten wurden Ende 2025 in Prag abgeschlossen. Die Bühne ist bereitet, die Maschine läuft.
Unser Le radar
Bei Project X Paris schlagen unsere Herzen für Geschichten aus der Straße und den Untergründen: Rap, Videospiele, Horror, der eine ganze Generation mit dem Controller geprägt hat. Resident Evil ist unsere gemeinsame Vorstellungskraft. Deshalb beobachten wir diesen Reboot ganz genau.
Bryan, ein Kurier im Herzen der Hölle von Raccoon City
Hier geht der Film das größte Risiko ein. Cregger weigerte sich, die ikonischen Helden zu adaptieren — Leon Kennedy, Jill Valentine, Chris Redfield bleiben im Schrank. Sein Argument ist klar: Die Spiele erzählen ihre Geschichte bereits sehr gut. Warum sie neu erzählen?
Stattdessen eine neue Figur: Bryan, ein einfacher medizinischer Kurier, der ein Paket in ein isoliertes Krankenhaus liefern soll. Die Handlung spielt während der Ereignisse von Resident Evil 2 im Jahr 1998, während Raccoon City unter dem Virus leidet. Der Regisseur fasst seinen Film mit einem Satz zusammen: „Ein Idiot mit einer heiligen Mission“. Er wagt sogar den Vergleich mit Frodo auf dem Weg zum Mordor.
Das Ziel: Zurück zum Survival Horror, jenem Genre, in dem man mehr überlebt als kämpft. Ein geschlossener Ort, begrenzte Munition, Monster, die im Dunkeln lauern. Die permanente Spannung von Barbarian, konzentriert auf eine nervenaufreibende Dauer von etwa 95 Minuten. Keine Atempause: nur ein gewöhnlicher Mann gegen einen Albtraum.
Unbedingt ansehen: Der offizielle Trailer, veröffentlicht von Sony Pictures.
Ein Cast mit Gesichtern aus dem Fernsehen
Um diesen Albtraum zu verkörpern, hat Cregger vertraute Gesichter aus dem Independent-Kino und Kultserien versammelt. Austin Abrams, bekannt aus Euphoria und The Walking Dead, trägt den Film in der Rolle des Bryan auf seinen Schultern. Um ihn herum eine Galerie von Charakteren, die für Unbehagen geschaffen sind.
Paul Walter Hauser (Richard Jewell Fall, Black Bird) spielt Carl, einen Wissenschaftler, der mit der allgegenwärtigen Firma Umbrella verbunden ist. Zach Cherry, bekannt aus Severance, verkörpert Dave, einen weiteren Wissenschaftler. Kali Reis, beeindruckend in True Detective: Night Country, spielt Pauline. Und Johnno Wilson gibt Max, einen Handlanger von Umbrella. Eine Gruppe von Charakterdarstellern, fernab von formatierten Stars: genau das Richtige für ein Kammerspiel, das auf den Menschen vor dem Effekt setzt.
Wusstest du schon?
Schluss mit dem Brei aus digitalen Effekten der alten Saga. Laut durchgesickerter Informationen setzt dieser Reboot massiv auf praktische Effekte — Make-up, physische Prothesen, Animatronik — um die Mutationen des Virus-T greifbar und spürbar zu machen. Blut, Materie, Realität: Horror, den man fast anfassen kann.
Leaks, die die Community bereits aufwühlen
Die Entwicklung dieses Films verläuft nicht reibungslos. Hinter den Kulissen gibt es zahlreiche Leaks, wilde Gerüchte und hitzige Debatten. Achtung: Nichts davon ist offiziell. Aber es bringt die Foren zum Beben. Hier die saftigsten Gerüchte.
Das Drehbuch ist geleakt. Im Frühjahr tauchte ein vollständiger Entwurf auf 4chan auf, bevor er sich auf Reddit und X verbreitete. Sony tat alles, um die Links zu entfernen — was für viele die Echtheit des Dokuments bestätigte. Urteil der Leser: gespalten. Einige schreien „bait and switch“, das falsche Versprechen eines Films, der kaum etwas mit der Mythologie der Spiele zu tun hat. Die kursierende These? Ein „spec script“, ein originelles Horror-Drehbuch, das Cregger lange zuvor geschrieben hat und dem das Studio das Resident Evil-Label aufgedrückt hat, um die Finanzierung zu sichern.
Ein unerwartetes Setting. Die offizielle Handlung verspricht ein Rennen ums Überleben im Herzen von Raccoon City. Die Leaks erzählen das Gegenteil: Etwa 80 % des Films spielen in abgelegenen, verschneiten Bergen am Stadtrand. Die Handlung erreicht die verseuchten Straßen erst in den letzten zwanzig Seiten. Der Ton schlägt in schwarzen Humor um — näher an Evil Dead 2 als an den Capcom-Spielen.
Ein geheimer Titelwechsel? Ein ziemlich verrücktes Gerücht besagt, dass das Studio erwägt, den Film „The Resident“ umzubenennen. Die Idee: Dem breiten Publikum klar signalisieren, dass man weit entfernt von der Original-Saga ist, und gleichzeitig mit einem Wortspiel spielen. Der Beruf des Helden wurde heimlich umgeschrieben — vom medizinischen Kurier zum „Resident“ in der Medizin.
Und der Antony Starr Hoax. Das Netz geriet in Aufruhr: Der furchteinflößende Darsteller von Homelander in The Boys soll gecastet worden sein, vielleicht um die Ikone Albert Wesker zu spielen. Die Info ging um die Welt, bevor sie komplett widerlegt wurde: eine reine Clickbait-Falle, komplett von einer künstlichen Intelligenz erfunden. Der Schauspieler war nie am Projekt beteiligt.
Das Wichtigste in Kürze
Ein unabhängiger Horrorfilm, brutal und originell, der den Namen einer Kult-Franchise nutzt, um etwas anderes zu erzählen. Puristen werden vielleicht enttäuscht sein. Liebhaber echter Spannung hingegen haben hier ihr Highlight zum Saisonstart.
Raccoon City, letzte Nacht
Ein Kurier, ein Paket, eine Stadt, die fällt. Zach Cregger verspricht, uns zu den Wurzeln der Angst zurückzubringen, dorthin, wo alles begann. Am 16. September halten wir den Atem an — und hoffen, bis zum Abspann zu überleben.
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