The Sniper in Kürze
- Spitzname: The Sniper
- Kategorie: Mittelgewicht (185 lbs / 84 kg)
- Bilanz: 17-4, davon 7 KO/TKO
- ️ Team: MMA Factory, Paris
- Momentum: 5 Siege in Folge, ein Titel in Sicht
MMA Factory: Die Schmiede, in der das Visier geschärft wird
Es gibt Karrieren, die steil nach oben gehen. Die von Nassourdine Imavov steigt geradeaus, ohne Rückschläge. Im Kaukasus geboren, jung nach Frankreich gekommen, legt er seine Handschuhe in der MMA Factory in Paris ab, dem Gym, das auch Ciryl Gane geformt hat.
Hier gibt es keine Show, keinen Lärm. Werkstattarbeit. Das Striking wird präziser, das Wrestling stabiler, die Kondition zur Waffe. The Sniper will die Kamera nicht beeindrucken. Er kalibriert. Runde für Runde verwandelt er einen guten Nachwuchskämpfer in einen Contender, der alle Kriterien erfüllt.
Diskret, methodisch, fast klinisch im Interview, wiederholt er dasselbe Wort: Fortschritt. Das ist der rote Faden seiner Karriere. Jedes Trainingslager zieht das Visier ein Stück enger.

Adesanya, Cannonier: zwei Ziele, zwei Entspannungen
Am 1. Februar 2025 in Riad tritt Imavov gegen eine Legende an. Israel Adesanya, ehemaliger König der Mittelgewichtsklasse, schien wieder auf Kurs. Eine Overhand-Rechte in der zweiten Runde beendet die Diskussion: TKO in der 30. Sekunde. Einer der größten Erfolge, die je ein Franzose in der UFC erzielt hat.
An diesem Abend zittert das Visier nicht. Es wird eingestellt, verriegelt und feuert nur einmal. Das ist die Signatur von Sniper: kein Gemetzel, ein sauberer Schuss.
Einige Monate zuvor hatte er in Louisville bereits Jared Cannonier durch TKO in der vierten Runde gestoppt, ein Abbruch, den ein Teil des Publikums für verfrüht hielt. Zwei Giganten der Division, zwei Arten, sie zu Fall zu bringen. Das Kaliber stieg.
Wussten Sie schon?
Von seinen 17 Profisiegen wurden 7 vorzeitig erzielt. Eine Abschlussquote, die durch Reichweite und Präzision genährt wird und jeden Standkampf für den Gegner zu einem Überlebenstest macht.
Mehr als ein Puncher, ein Scharfschütze
Man wird nicht zum Sniper, ohne Fehler gemacht zu haben. Imavov hat Niederlagen erlebt und daraus eine Feinabstimmung gemacht. Ruhe kehrt zurück, Distanz wird gehalten, Winkel werden kontrolliert. Weniger Hast, mehr Geduld, bevor der Abzug gedrückt wird.
Das Ergebnis ist auf der Matte sichtbar. Die Ringerabwehr ist verstärkt, die Reichweite wird besser genutzt, die Ruhe verlässt ihn in heißen Momenten nicht mehr. Wo andere stürmen, wartet er auf die Öffnung. Dann bestraft er sie.
Das ist die Reife eines Athleten, der verstanden hat, dass Kraft ohne Timing nichts wert ist. The Sniper schießt nicht mehr. Er schießt besser.
Signature Style
Imavovs Stil spiegelt sein Spiel wider: schlicht, klar, ohne Getue. Kein auffälliger Walkout, keine übertriebene Rolle. Das Auftreten eines stillen Killers, mit klaren Linien und kontrolliertem Schwarz. Bei Project X Paris erkennt man diese kühle Eleganz, die Ergebnisse sprechen lässt statt Lärm zu machen, auf den ersten Blick.
Ein Gürtel am Ende des Laufs?
Am 6. September 2025 singt die Accor Arena seinen Namen. Im Main Event in Paris, vor seinem Publikum, dominiert Imavov Caio Borralho über fünf Runden und sichert sich eine einstimmige Entscheidung. Der Heimvorteil, französische Version, in voller Kraft.
Dieser Sieg besiegelt eine Serie von fünf aufeinanderfolgenden Erfolgen. Er bringt The Sniper an die Spitze der Division. Nach seinen eigenen Worten hat die UFC ihm einen Titelkampf gegen Sean Strickland versprochen, erwartet im Herbst 2026.
Das Ziel ist klar. Es trägt einen Gürtel. Es bleibt abzuwarten, wann der Schiedsrichter den letzten „Fight“ freigibt. Das Visier ist bereits eingestellt.
DER SNIPER VERFEHLT NICHT MEHR
Von der MMA Factory bis nach Riad hat Nassourdine Imavov sein Visier Faser für Faser eingestellt. Das letzte Ziel trägt einen Gürtel, der Finger liegt bereits am Abzug, und der Countdown hat begonnen.
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