Meeting of Styles 2026 à Paimpol : le festival street art géant
Évènement
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Meeting of Styles 2026 in Paimpol: das riesige Street-Art-Festival

Ende August hält ein bretonischer Hafen den Atem an. Die Mauern von Paimpol bereiten sich darauf vor, sich erneut zu verwandeln, den letzten Sommer zu übermalen und den nächsten unter den Sprühdosen von 72 Künstlern aus 26 Ländern neu zu schreiben. Am 21. August 2026 findet die vierte Ausgabe des Meeting of Styles statt, die einzige französische Station eines weltweiten Netzwerks.

Eine Wand in Paimpol während des Meeting of Styles, zwischen Sprühdosen, Gerüsten und den Blicken des Publikums.

Das Meeting of Styles Paimpol in Kürze

  • Termine: 21.-23. August 2026, vierte Ausgabe
  • Ort: Paimpol (Côtes-d'Armor), Festivaldorf am Quai Loti
  • Line-up 2026: etwa 72 erwartete Künstler, 26 vertretene Länder
  • Seit 2023: über 215 Writer, 37 Nationalitäten an den Wänden
  • Organisation: Kollektiv TSFcrew mit dem Verein D6 Project

Einzige französische Station: Warum Paimpol im weltweiten Netzwerk zählt

Das Meeting of Styles ist kein weiteres Festival. 1997 in Deutschland entstanden, hat sich das Event in etwa dreißig Länder verbreitet und ein Netzwerk geschaffen, in dem sich Writer von Kontinent zu Kontinent begegnen. Frankreich hatte keinen Zugang. Seit 2023 heißt dieser Zugang Paimpol.

Eine Stadt mit 7.000 Einwohnern als einziger französischer Knotenpunkt eines globalen Kreislaufs: Der Kontrast macht den Reiz aus. Hier gibt es keine Metropole oder anonymen Brachflächen. Graffiti werden an bewohnten Hauswänden gemalt, oft bereitgestellt von Terres d'Armor Habitat, nur wenige Meter von Fenstern und Passanten entfernt.

Die Leitung liegt beim TSFcrew, einem bretonischen Kollektiv mit über dreißig Jahren Erfahrung mit Sprühdosen, unterstützt vom Verein D6 Project. Die Auswahl erfolgt über die weltweite Plattform des Meeting of Styles – oft über 1.000 Bewerbungen – bevor eine lokale Jury Vielfalt in Nationalitäten, Stilen und Genres anstrebt. Zuerst die Erfahrenen, aber die Tür bleibt für lokale Talente offen.

Von Berlin zum Wal: Das Erbe von drei Ausgaben

Drei Sommer, drei Schichten. Die erste Ausgabe im August 2023 verwandelte die Stadt in eine offene Galerie und zog über 2.500 Besucher an. 2024 nahm die Veranstaltung Fahrt auf: fast 72 Künstler, etwa 2.000 m² bemalte Wände in vier Stadtteilen. 2025 verlängerten rund fünfzig Writer aus siebzehn Ländern das urbane Wandbild.

Einige Werke wurden zu Landmarken. Der Wal von Goas Plat etablierte sich als lokales Symbol, geschützt, während andere Wände übermalt wurden. Champ de Foire, Quinic-Spaziergang, Lanvignec, Marcel-Cachin-Straße: Die Viertel wurden zu Spots, kürzlich kartiert von einer speziellen App, die sogar Spuren übermalter Werke bewahrt.

Wussten Sie schon?

Eine Ausgabe misst sich auch in Litern und Sprühdosen. Das Meeting of Styles Paimpol mobilisiert etwa 2.500 Sprühdosen und 400 Liter Acrylfarbe – so ökologisch wie möglich – getragen von rund fünfzig Freiwilligen. Hier wird Farbe gewogen.

Ausgabe 2026: Die Wände, die Künstler und das Festivaldorf am Quai Loti

Die vierte Ausgabe ist vom 21. bis 23. August 2026 bestätigt, mit dem Festivaldorf am Quai Loti. Das Programm bleibt seiner Hauptsäule treu: Live-Malerei unter realen Bedingungen an etwa fünfzehn bis zwanzig Wänden – neue Fresken und Übermalungen gemischt.

Rund um die Gerüste erwacht die Stadt zum Leben. Hip-Hop-Konzerte und DJ-Sets, Straßentheater, Graffiti-Workshops, kulturelle Spaziergänge durch die Viertel: Das Meeting of Styles hat sich vom reinen Writer-Festival zu einem familienfreundlichen Happening entwickelt, offen für Musik, Live-Performance und Videomapping. Der Aufruf 2026 richtet sich auch an lokale Talente aus Graffiti, Zirkus und Bühne.

Beim Line-up werden etwa 72 Künstler aus 26 Ländern erwartet – von den USA über Chile bis Ägypten. Das teilweise Programm nennt bereits Namen wie Ivo.Sko, LOST.OPTICS, Pavel Jones, Dyre, FIBZ, JahOne oder Remi Cierco. Der Respekt vor der maritimen Geschichte Paimpols und seiner Bewohner bleibt die einzige Vorgabe: kein vorgegebenes Thema, aber ein bewusstes Rahmenwerk.

Unbedingt ansehen: Die Atmosphäre einer Ausgabe, von den ersten Linien bis zur fertigen Wand.

Warum verschwinden die Fresken von Jahr zu Jahr?

Das ist die Frage, die Neulinge irritiert und das Festival definiert. 2025 wurden fast 80 % der Fresken übermalt. Zerstören, um zu schaffen: Das Paradoxon wird akzeptiert. Die Stadt kann nicht überfüllt sein, und die leere Wand gehört zum Spiel.

Bei Project X Paris verstehen wir diese Rotation als das, was sie ist: die DNA des Graffiti. Das Werk ist kein Objekt zur Aufbewahrung unter Glas, es ist eine datierte Geste, die ihre Haut an die nächste abgeben muss. Die Wand verwandelt sich, wie die Szene, die sie hervorgebracht hat.

Es bleibt ein Erbe, das nicht verblasst: Die App und die Website des Meeting of Styles France archivieren übermalte Werke mit Künstlern und Informationen. Das Gedächtnis ersetzt die Konservierung. Die Wand wird wieder weiß, aber nichts geht wirklich verloren – und hier hat Paimpol seine Signatur gefunden.

PAIMPOL VERWANDELT SICH WIEDER

Die Mauern verlieren ihre Haut vom letzten Jahr, um für ein August-Wochenende eine neue anzulegen. Nichts bleibt, alles wird neu geschrieben: Der Countdown zur nächsten Schicht läuft bereits.

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