Hexagone MMA 45 : pourquoi Anzor a fait taire toute la salle ?
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4 Min Thomas

Hexagone MMA 45: Warum hat Anzor den ganzen Saal zum Schweigen gebracht?

Am Freitagabend hält die LDLC Arena den Atem an. Zwölftausend Stimmen bereit, die Halle für einen einzigen Mann zu entfachen: Paul Dena, der Finisher, den ganz Lyon krönen will. Doch in 98 Sekunden hat Anzor Baybatyrov das Feuer entfacht – und eine ganze Arena zum Schweigen gebracht.

Anzor Baybatyrov begleicht drei Jahre Rivalität gegen Paul Dena, LDLC Arena, 12. Juni 2026.

Der Abend im Überblick

  • Datum: Freitag, 12. Juni 2026
  • Ort: LDLC Arena, Lyon-Décines – fast 12.000 Zuschauer
  • Main Event: Anzor Baybatyrov besiegt Paul Dena, KO in der 1. Runde (1:38)
  • Co-Main: Samba Sima besiegt Leonardo de Oliveira, TKO in der 1. Runde (3:46)
  • Übertragung: RMC Sport, Twitch für die Prelims

98 Sekunden: Die Explosion, die drei Jahre Rivalität beendete

Der Walkout von Anzor Baybatyrov erfolgt unter Pfiffen. Die Halle steht hinter Paul Denis Navero, alias Paul Dena, dem Liebling des Abends. Niemand sieht den Funken kommen.

Er beginnt mit einem inneren Low Kick auf das rechte Bein. Dena schwankt, aus dem Gleichgewicht gebracht. Anzor wartet nicht: Doppelhaken, rechts dann links, und der Finisher aus Lyon bricht zusammen.

Der Bodenkampf folgt sofort. Schiedsrichter Christophe Chapuis stoppt den Kampf bei 1:38 der ersten Runde. Ein kurzer Funke, nur einer, und das Feuer bricht in die falsche Richtung für Lyon aus.

Das Urteil ist bedeutungsvoll. Paul Dena erleidet seine erste Niederlage in seiner Profikarriere und geht von 3-0 auf 3-1. Gegenüber klettert Anzor auf 7-2 und erzielt einen der klarsten KOs des Jahres in Frankreich.

Der genaue Moment: Anzors KO gegen Dena, gesehen von RMC Sport Combat.

Vom Pfiff zum Respekt: Die Nacht, in der Anzor Lyon umdrehte

Die Gluthitze erstarrte plötzlich. Eine ganze Halle, die für Dena stand, fiel in weniger als zwei Minuten in Stille zurück. Der Schock, ebenso wie der KO.

Dann nahm Anzor das Mikrofon. Nicht zum Provozieren, sondern zum Entschärfen. Er sprach zu denen, die ihn beim Eintritt ausgebuht hatten.

"Ich weiß, dass ihr alle gegen mich seid, aber das macht nichts, ich liebe euch trotzdem! [...] Ich werde Frankreich vertreten!"

— Anzor Baybatyrov, nach seinem Sieg

Die beiden Männer umarmten sich in der Mitte des Käfigs. Drei Jahre Spannung wurden mit einer Geste gelöscht. Anzor ging als öffentlicher Feind hinein; er kam unter Applaus heraus.

Wussten Sie schon?

Die Rivalität reicht zurück bis 2023 und ein Aufeinandertreffen, das in der IbraTV / YFC-Sphäre entstand. Nicht alles war vor dem Kampf geklärt: Anzor verfehlte das Gewicht um 400 Gramm bei der Waage, was einen Catchweight-Kampf um 64 kg erzwang – eine Gewichtsklasse, die außerhalb der offiziellen Standards verhandelt wurde.

Sima, Azizoun, Ozturk: Die Karte, die das Feuer am Lodern hielt

Vor dem finalen Ausbruch hatte der Co-Main-Event die Halle bereits erhitzt. Samba Sima, französisches Talent mit 22 Jahren, erlebte am Boden Angstmomente gegen Leonardo de Oliveira. Er beendete stark.

TKO durch Schläge bei 3:46 der ersten Runde, Rekord auf 4-0 erhöht, und ein Gürtel wurde mit Mikrofon in der Hand gefordert. Sima macht schnell Fortschritte, und das weiß er.

Der Rest der Karte versorgte den Abend ohne Pause. Anas Azizoun brachte Youssouf Ouattara mit einem Rear-Naked-Choke in der 2. Runde (4:38) zur Aufgabe. Muhammed-Fatih Ozturk schickte Nezar Bahaji durch KO/TKO bereits in der ersten Runde (2:06) zu Boden.

Damien Lapilus setzte sich gegen Ryan Eren Agbo nach Punkten durch, in einem Stil, der mehr Ringen als Show war. Einstimmige Entscheidungen auch für Allan Landouzy und Malik Bendaho, schnelle Aufgabe-Siege von Nessim Khettou und Tamerlan Albiekov. Einziger Schatten: Der Frauenkampf Grandjean - Aschenbrenner wurde aus medizinischen Gründen abgesagt.

Und jetzt? Orange, Paris und die Zukunft von Hexagone MMA

Die Maschine bremst nicht. Hexagone MMA, die Nummer eins der Disziplin in Frankreich, reiht Termine aneinander und füllt die Arenen. Lyon war nur eine Etappe.

Nächster Halt im August im Antiken Theater von Orange, in einem Open-Air-Schmuckstück. Dann das Finale des Lightweight-Turniers mit 100.000 Euro Preisgeld, erwartet in Paris im September.

Bleibt die Frage, die bereits die sozialen Netzwerke beschäftigt. Wird Dena nach dieser ersten Niederlage wieder auf die Beine kommen? Und wird Anzor, nun respektiert, diesen Upset in einen dauerhaften Aufstieg verwandeln? Die Wiederholung läuft in Dauerschleife auf RMC Sport, die Antwort wird im Käfig geschrieben.

DAS FEUER HAT DIE SEITE GEWECHSELT

Lyon hatte sein Feuer für einen einzigen Mann entfacht. Anzor drehte es um, beglich drei Jahre Spannung mit einem kurzen Funken und verließ den Käfig unter Applaus. Das Feuer ist nicht erloschen: Orange, dann Paris, die Fortsetzung wird bereits geschrieben.

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